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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Robert Schlack; J. Rüdel; A. Karger; Heike Hölling
Titel: Körperliche und psychische Gewalterfahrungen in der deutschen Erwachsenenbevölkerung – Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)
Erschienen in: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 56 (5/6) , 2013
S. 755-764
Verlag: Springer
Verlags-URL: http://link.springer.com/journal/103
DOI: 10.1007/s00103-013-1691-8
Veröffentlichung auf edoc: 23.05.2013
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10030728)
Schlagwörter (ger): Gesundheitssurvey, Körperliche und psychische Gewalt, Partnergewalt, Gewalt am Arbeitsplatz, Gewalt im öffentlichen Raum
Schlagwörter (eng): Health survey, Physical and psychological violence, Intimate partner violence, Workplace, violence, Violence in the public space
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
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Abstract (ger):
Gewalterfahrungen sind von erheblicher Public-Health-Relevanz. Das Ziel des in die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) implementierten Gewaltscreenings war es, erstmalig in einem bundesweit repräsentativen Gesundheitssurvey Daten zu körperlicher und psychischer Gewalt in unterschiedlichen Sozialräumen (Partnerschaft, Familie, Arbeitsplatz, öffentlicher Raum) aus der Opfer- und Täterperspektive sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu erheben. Die Studienpopulation bestand aus 5939 Teilnehmenden im Alter von 18 bis 64 Jahren. Körperliche Gewaltopfererfahrungen in den letzten 12 Monaten berichtete insgesamt etwa jeder 20. Teilnehmende, Männer signifikant häufiger als Frauen. Hinsichtlich der Häufigkeit von Tätererfahrungen körperlicher Gewalt (insgesamt 3,7%) gab es keine signifikanten Geschlechtsunterschiede. Psychische Gewaltopfererfahrungen berichtete jeder fünfte, Tätererfahrungen psychischer Gewalt insgesamt jeder zehnte Teilnehmende. Frauen waren tendenziell häufiger Opfer, jedoch waren sie signifikant häufiger Täterinnen von körperlicher und psychischer Gewalt im häuslichen Bereich (Partnerschaft, Familie). Männer gaben dagegen häufiger an, am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Raum sowohl Täter als auch Opfer gewesen zu sein. Junge Erwachsene von 18 bis 29 Jahren sowie Personen mit niedrigem Sozialstatus waren durchgängig häufiger von Gewalt betroffen, wobei es Ausnahmen hinsichtlich psychischer Gewalterfahrungen gab. Mehr als drei Viertel der Opfer von körperlicher Gewalt gaben an, dadurch in ihrem Befinden stark oder sehr stark beeinträchtigt zu sein, bei psychischer Gewalt waren dies ca. 60%. Das Belastungserleben infolge körperlicher und psychischer Gewaltopfererfahrungen war bei Männern insgesamt deutlich höher, insbesondere bei häuslicher Gewalt (Partnerschaft, Familie). Frauen gaben insgesamt ein höheres Unrechtserleben nach Gewaltausübung an als Männer; hinsichtlich der Ausübung von Partnergewalt gab es hier jedoch keine Geschlechtsunterschiede.
Abstract (eng):
Violence is of considerable relevance to Public Health. It was the aim of the violence screening implemented as part of the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1) to assess data on physical and psychological violence in various social environments (partnership, family, workplace, public space). For the first time as part of a nationally representative health survey, the data were collected from the perspective of victim and perpetrator both among women and men. The study population was comprised of 5,939 participants aged between 18 and 64 years. Approximately every 20th participant reported being the victim of physical violence in the preceding 12 months, men significantly more frequently than women. With regard to the frequency of being the perpetrator of physical violence (overall prevalence 3.7%) there were no significant differences between the sexes. Psychological victimisation was reported by every fifth participant and overall perpetrating psychological violence was reported by every tenth. Women tended to be more frequently the victims but they were also significantly more frequently the perpetrators of both physical and psychological violence in the domestic area (partnership, family). In contrast, men more frequently reported being both the perpetrator and the victim of violence in the workplace and in public spaces. Young adults between 18 and 29 years as well as persons of low socioeconomic status were consistently more frequently affected by violence although there were exceptions with regard to psychological victimisation. More than three-quarters of the victims of physical violence reported being greatly or extremely affected in their well-being by the violence and in the case of psychological violence the rate was about approximately 60%. Impairments in well-being following physical and psychological violence were considerably higher in men, especially in the case of domestic violence (partnership, family). Overall, women reported a greater sense of wrongdoing following violence perpetration than men; as to the perpetration of violence towards a partner, however, there was no difference between the sexes in this regard.
An English full-text version of this article is available at SpringerLink as supplemental.
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Generiert am 29.03.2017, 07:09:27