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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Martin Kroh; Hannes Neiss; Lars Eric Kroll; Thomas Lampert
Titel: Menschen mit hohen Einkommen leben länger
Erschienen in: DIW Wochenbericht 79 (38) , 2012
S. 3-15
Verlag: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V.
Verlags-URL: http://www.diw.de/de/diw_01.c.100404.de/publikationen_veranstaltungen/publikationen/wochenbericht/wochenbericht.html
Veröffentlichung auf edoc: 17.10.2013
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10033141)
Schlagwörter (ger): Lebenserwartung, Gesundheitliche Ungleichheit, Mortalität, Einkommen
Schlagwörter (eng): mortality, life expectancy, income, health inequality
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
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Abstract (ger):
Personen aus wohlhabenden Haushalten haben in Deutschland im Alter von 65 Jahren eine höhere Lebenserwartung als Personen mit niedrigen Einkommen. Bei Männern macht diese Differenz fünf Jahre, bei Frauen dreieinhalb Jahre aus. Die Analyse auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) legt die Interpretation nahe, dass die geringere Lebenserwartung von Frauen in Haushalten mit niedrigen Einkommen zu Teilen auf die psychische Belastung durch finanzielle Knappheit sowie auf schwächere soziale Netzwerke zurückgeführt werden kann. Bei Männern mit niedrigen Einkommen scheinen sich geringe Bildung und ein physisch belastendes Arbeitsleben negativ auf die fernere Lebenserwartung auszuwirken. Auch bei Berücksichtigung einer Vielzahl weiterer Einflussfaktoren zeigt sich zumindest für Männer ein statistischer nicht unerheblicher verbleibender Unterschied in der Lebenserwartung zwischen Einkommensgruppen: Ein hohes Einkommen mit 65 Jahren ist bei Männern im Durchschnitt mit einem längeren Leben assoziiert. Unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit auf gesundes Altern stellt der deutliche statistische Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung sowohl die Gesundheitspolitik im engeren Sinn als auch die Sozialpolitik im weiteren Sinn vor Herausforderungen. Nach den Befunden dieser Studie würde sich zum Beispiel eine Reform des Arbeitsschutzes und eine Verbesserung der betrieblichen Gesundheitsförderung anbieten, um die Lebenserwartung von Personen mit geringen Einkommen an die Wohlhabender anzugleichen. Auch sinnvoll erscheinen verhaltensbezogene Präventionsmaßnahmen und gesundheitliche Aufklärungskampagnen, die das Gesundheitsbewusstsein von Personen mit geringer Bildung stärker als bisher berücksichtigen.
Abstract (eng):
In Germany, those from affluent households have a significantly higher further life expectancy at the age of 65 than those with low incomes (males: 5 years, females: 3.5 years). The present analysis, which is based on the German Socio-Economic Panel Study (SOEP), indicates that the lower life expectancy of women in low-income households is associated with psychological pressure caused by a shortage of money as well as the lack of social networks. In men from low-income households, low education and a physically demanding job appear to have a negative impact on further life expectancy. Even when a wide range of additional factors are taken into account, a significant income effect remains at least for men: those with a high income at age 65 can expect to live a longer life on average. In terms of equal opportunities with regard to healthy aging, the clear statistical correlation between income and life expectancy presents a challenge to those responsible for health policy in the narrowest sense as well as social policy in the broadest sense. To align life expectancy of low-income persons with that of those from affluent households, reform of occupational safety standards and improvements in the promotion of health in the workplace would make sense, as would behavior-related preventive measures and tailored health information campaigns that focus more on raising health awareness among less educated than has been the case to date.
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Generiert am 15.12.2017, 14:02:12