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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Robert Schlack; Elvira Mauz; J. Hebebrand; Heike Hölling
Titel: Hat die Häufigkeit elternberichteter Diagnosen einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) in Deutschland zwischen 2003–2006 und 2009–2012 zugenommen? – Ergebnisse der KiGGS-Studie – Erste Folgebefragung (KiGGS Welle 1)
Erschienen in: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 57 (7) , 2014
S. 820-829
Verlag: Springer
Verlags-URL: http://link.springer.com/article/10.1007/s00103-014-1983-7
DOI: 10.1007/s00103-014-1983-7
Veröffentlichung auf edoc: 20.06.2014
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10036595)
Schlagwörter (ger): Gesundheitssurvey, Prävalenz, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Trends, Sozialstatus
Schlagwörter (eng): Prevalence, Health survey, Attention deficit hyperactivity disorder (ADHD), Trends, Social status
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
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Abstract (ger):
Internationale Studien berichteten in den vergangenen Jahren zum Teil erhebliche Zunahmen der Diagnosehäufigkeit von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS). Zahlen aus den Diagnosestatistiken von gesetzlichen Krankenkassen legen eine vergleichbare Entwicklung für Deutschland nahe. Ziel dieser Untersuchung war es, auf der Grundlage der Daten der bundesweit repräsentativen Studie „KiGGS Welle 1“ (2009–2012) die Lebenszeitprävalenz von elternberichteten ADHS-Diagnosen ihrer Kinder im Alter von 3 bis 17 Jahren zu untersu­chen und den zeitlichen Trend im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung (2003–2006) zu berichten. Studienteilnehmende, deren Eltern berichteten, dass für ihr Kind jemals von ei­nem Arzt oder Psychologen eine ADHS-Diag­nose gestellt wurde, galten als ADHS-Fall. Darüber hinaus wurden Kinder und Jugendliche, die in der Elternbeurteilung einen Wert ≥ 7 (clinical range) auf der Unaufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsskala des Strengths and Difficulties Questionnaires (SDQ) erreichten und für die von den Eltern keine ADHS-Diagnose berichtet wurde, als ADHS-Verdachtsfälle eingestuft. Die Prävalenz der ADHS in der KiGGS Welle 1 betrug 5,0 % (95 %-KI: 4,3–5,7), für Verdachtsfälle: 5,8 % (5,1–6,6). Für Jungen wurde mehr als viereinhalbmal so häufig eine ADHS-Diagnose berichtet wie für Mädchen, Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialsta­tus waren mehr als zweieinhalbmal so häufig betroffen wie solche aus Familien mit hohem Sozialstatus. ADHS-Verdachtsfälle waren bei Jungen zweimal und bei Kindern aus Famili­en mit niedrigem Sozialstatus knapp dreimal häufiger. Die Lebenszeitprävalenz von ADHS-Diagnosen nahm mit dem Alter kontinuierlich zu und war am höchsten bei den 11- bis 17-Jährigen, Verdachtsfälle waren hingegen mit zunehmendem Alter weniger häufig. Bei etwa jedem fünften Kind mit der Diagnose ADHS wurde diese erstmalig im Alter von 6 Jahren gestellt, bei jedem elften bereits mit 5 Jahren. Insgesamt wurden gegenüber der KiGGS-Basiserhebung (2003–2006) keine statistisch signifikanten Veränderungen der Di­agnosehäufigkeit für ADHS beobachtet. Die aus den Krankenkassendaten berichteten Zunahmen der ADHS-Diagnosehäufigkeit spiegeln sich damit in den Daten von KiGGS Welle 1 nicht wider.
Abstract (eng):
Recent international studies have reported a considerable increase in the diagnosis of attention deficit hyperactivity disorder (ADHD). Data from German statutory health insurance companies suggest a comparable trend for Germany. Based on data from the nationally representative study KiGGS Wave 1 (2009–2012) it was the aim of this study to report on the prevalence rates of parent-reported ADHD diagnoses in children and adolescents aged 3-17 years as well as to report on time trends in comparison with the KiGGS baseline study (2003–2006). ADHD caseness was met if a parent reported that a physician or a psychologist diagnosed their child with ADHD. Participants without a reported ADHD diagnosis but who scored ≥ 7 (clinical range) on the parent-rated hyperactivity subscale of the Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ) were considered as potential ADHD cases. The prevalence of diagnosed ADHD was 5.0 % (prevalence of potential ADHD cases 6.0 %). An ADHD diagnosis was more than four and a half times more likely to be reported among boys than girls. Children from families with low socioeconomic status (SES) were more than two and a half times more likely to be diagnosed with ADHD than children from families with high SES. Among potential cases, boys were twice as common as girls, and children from families with low SES were approximately three times more common compared with those from high SES families. The proportion of lifetime ADHD diagnoses increased with age and was highest in 11- to 17-year-olds. In every fifth child with ADHD the initial diagnosis was made by the age of 6 years and in 1 out of 11 children with ADHD the initial diagnosis was made by the age of 5 years. In total, we observed no significant changes regarding the frequency of ADHD diagnosis compared to the KiGGS baseline study. Increases reported using data from German statuary health insurance companies were not reflected in the KiGGS data.
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Generiert am 23.06.2017, 19:18:25