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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Axel J. Schmidt; Ulrich Marcus
Titel: Defizite in den Angeboten zur STI-Diagnostik für Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten in deutschsprachigen Städten
Erschienen in: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 56 (12) , 2013
S. 1609-1618
Verlag: Springer
Verlags-URL: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-013-1855-6
DOI: 10.1007/s00103-013-1855-6
Veröffentlichung auf edoc: 26.11.2014
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10038048)
Schlagwörter (ger): Sexuell übertragbare Infektionen (STI), Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), STI-Diagnose, STI-Screening, Europäischer MSM-Internet-Survey (EMIS)
Schlagwörter (eng): Sexually transmitted infections (STIs), Men who have sex with men (MSM), STI diagnosis, STI screening, European MSM Internet Survey (EMIS)
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Infektionsepidemiologie
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Abstract (ger):
Hintergrund: Sexuell übertragbare Infektionen (STI) sowie anale/genitale Infektionen mit Gonokokken, Chlamydien, Kondylome oder Syphilis beeinträchtigen die sexuelle Gesundheit besonders von Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), und erhöhen dazu das Pro-Kontakt-Risiko einer HIV-Infektion. Die Früherkennung asymptomatischer STI (Screening) sollte sich an spezifischen Sexualpraktiken orientieren.
Methodik: Von Juni bis August 2010 wurden 174.209 MSM aus 38 Ländern Europas in 25 Sprachen anonym und online unter anderem zu ihrem Zugang zu STI-Serviceangeboten und zu ihrer letzten STI-Untersuchung befragt. Da Angebote zur sexuellen Gesundheit von MSM in den meisten Ländern auf lokaler Ebene organisiert werden, wurde ein Vergleich auf Stadtebene gewählt. Multivariable Regressionen wurden verwendet, um den Zugang zu Serviceangeboten und die eingesetzten diagnostischen Verfahren für STI in 19 deutschen, 3 englischen und je einer Großstadt in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz zu vergleichen (N = 29.962).
Ergebnisse: Der Anteil der Befragten mit STI-Screening in den letzten 12 Monaten reichte von 13 % in Magdeburg bis 48 % in Amsterdam. Auf Stadtebene korrelierten die Screeningraten mit der Zugänglichkeit zu Serviceangeboten (R2 = 0,72). Auf individueller Ebene waren Inspektionen von Anus/Penis bzw. Analabstriche am häufigsten in englischen Städten und Amsterdam. Verglichen mit London wiesen MSM in den deutschsprachigen Städten adjustierte Odds Ratios (AORs) von 0,06 bis 0,20 für eine anale/penile Inspektion und AORs von 0,05 bis 0,17 für die Durchführung eines Analabstrichs auf (p 
Schlussfolgerungen: Anal-genitale Warzen und rektale STI werden bei MSM in Deutschland deutlich unterdiagnostiziert. Dies hat Auswirkungen auf die sexuelle Gesundheit, HIV-Prävention und die Vergleichbarkeit europäischer Surveillance-Daten. Es ist dringend notwendig, auf die sexuelle Gesundheit von MSM zugeschnittene Serviceangebote zu etablieren.
Abstract (eng):
Background: Sexually transmitted infections (STIs) such as anal/genital warts, syphilis, and genital/rectal gonorrheal/chlamydial infections compromise the health of men who have sex with men (MSM), and increase the per-contact risk of HIV infection. Early detection of asymptomatic STIs requires regular screening including physical examinations and collection of clinical specimens that allow for the detection of infections at sites common to men’s same-sex practices.
Methods: From June to August 2010, the European MSM Internet Survey (EMIS) recruited 174,209 MSM from 38 European countries to an anonymous online questionnaire in 25 languages. As sexual health care for MSM in most countries is organized locally, we chose cities for comparison. Multivariable regression models were used to compare accessibility of services and applied diagnostic procedures across 1 Dutch, 1 Swiss, 1 Austrian, 3 English, and 19 German cities (N = 29,962).
Results: The proportion of respondents tested for STIs in the last 12 months in the absence of symptoms ranged from 13 % in Magdeburg to 48.0 % in Amsterdam. At a city level, low STI screening correlated with inaccessible services (R2 = 0.72). At an individual level, anal/penile inspection and anal swabbing was most common in English cities and in Amsterdam. Compared to London, MSM in German-speaking cities had an adjusted odds ratio (AOR) of 0.06–0.20 for anal/penile inspection, and of 0.05–0.17 for anal swabbing (p 
Conclusions: Anal/genital warts and rectal infections are likely to be profoundly underdiagnosed among MSM in all German-speaking cities. This has implications for the sexual health of MSM, for HIV prevention, and for comparing European surveillance data. There is an urgent need to implement or improve sexual health care tailored to MSM at risk for STIs.
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Generiert am 24.05.2017, 06:01:31