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Diplomarbeit

Autor(en): Cathrin Winkler
Titel: Süßwaren- und Softdrinkkonsum bei Jugendlichen in Deutschland
Gutachter: Gert Mensink; Heiner Boeing
Hochschule: Universität Potsdam
Erscheinungsdatum: 01.10.2007
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-1004357)
Fachgebiet(e): Medizin
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Abstract (ger):
Hintergrund: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung hat einen wichtigen und positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Gerade für Kinder und Jugendliche ist eine gesunde Ernährung für die Entwicklung und das Wachstum besonders relevant. Da Ernährungsverhalten und Verzehrsgewohnheiten im Kindes- und Jugendalter erlernt und geprägt werden, ist es sinnvoll, schon im Kindesalter mit einem gesunden Ernährungsverhalten zu beginnen.
Ziel der Arbeit: Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird beurteilt, welchen Stellenwert Süßwaren und Softdrinks in der Ernährung von Jugendlichen in Deutschland einnehmen. Dazu werden die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen sowie in den einzelnen Altersstufen betrachtet.
Methoden: Die Ernährungsstudie als KiGGS-Modul (EsKiMo) ist eine repräsentative Querschnittsstudie zum Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Im Rahmen von EsKiMo wurden im Jahr 2006 2.506 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren in 150 Orten in Deutschland zu ihrem Ernährungsverhalten befragt. Die dieser Arbeit zugrunde liegende Studienpopulation umfasst die 1.272 12- bis 17-Jährigen, welche mit DISHES zu ihrer Ernährung in den letzten vier Wochen befragt wurden. Die Analyse der EsKiMo-Daten erfolgt deskriptiv getrennt nach Geschlecht und Altersgruppen. Zur Gruppe der Süßwaren werden Zucker und Zuckeraustauschstoffe, Süßstoffe, süße Brotaufstriche, Müsliriegel, Eis, Zuckerwaren, Schokoladenwaren, Süßspeisen und Getränkepulver gezählt. Die Gruppe der Softdrinks beinhaltet Limonaden und Brausen, Light-Getränke, Energiedrinks und sonstige Softdrinks wie z. B. Malzbier oder Eistee.
Ergebnisse: Süßwaren und Softdrinks spielen eine große Rolle in der Ernährung von Jugendlichen. Jeder in dieser Altersgruppe verzehrt Süßwaren und nahezu alle trinken Softdrinks. Die Verzehrsmengen variieren dabei individuell. Am meisten werden Schokoladenwaren, süße Brotaufstriche, Zuckerwaren, Limonaden und sonstige Softdrinks konsumiert. Sowohl der Süßwaren- als auch der Softdrinkkonsum ist bei Jungen höher als bei den Mädchen, wobei sie bei den Softdrinks dreimal so hohe mittlere Verzehrsmengen aufweisen wie die Mädchen. Eine deutliche Veränderung entlang der drei gebildeten Altersklassen ist beim Softdrinkkonsum der Jungen erkennbar, da sich die Verzehrsmengen in der höchsten Altersklasse (16-17 Jahre) im Vergleich zur Jüngsten (12-13 Jahre) verdreifachen. Bei den Mädchen hingegen ist der Softdrinkkonsum über die Altersklassen hinweg relativ gering. Insgesamt werden 11-12 % der Gesamtenergie durch Süßwaren und Softdrinks gedeckt.
Ausblick: Süßigkeiten sind aus der Ernährung von Kindern und Jugendlichen praktisch nicht wegzudenken. Sie werden immer zu den „attraktiven“ Lebensmitteln zählen. Verbote bringen daher nichts, da Süßigkeiten dadurch noch attraktiver werden. Besser ist es, ein allgemeines Selbstverständnis von gesunder und aktiver Lebensweise zu erzielen, um einen Ausgleich zu den „leeren Kalorien“ und der überhöhten Energiezufuhr durch fetthaltige Süßigkeiten zu schaffen. Süßigkeiten sind dann ein Problem, wenn der Anteil an der Ernährung überwiegt und somit wenig essentielle Nährstoffe aufgenommen werden, und wenn die daraus resultierende Energiezufuhr nicht durch eine Minderung der restlichen Nahrungsaufnahme bzw. einen höheren Energieverbrauch ausgeglichen wird. Dabei spielen die Eltern, aber auch die Erzieher und Lehrer im Kindergarten und in der Schule als Vorbild eine große Rolle.
Abstract (eng):
Background: A healthy, balanced diet has an important and positive influence on our health. Especially for children and adolescents a healthy diet is relevant for development and growth. Eating behaviour and food patterns are learned and shaped in childhood and adolescence. Therefore it is recommended to start a healthy nutritional behaviour already in childhood.
Objective: In this diploma thesis the status of sweets and soft drinks in the nutrition of German teenagers is assessed. The differences between boys and girls are examined as well as the consumption in different age groups.
Design: The Eating Study as a KiGGS Module (EsKiMo) is a representative crosssectional study about the dietary behaviour of children and adolescents in Germany. In the context of EsKiMo 2.506 6-17-year-old subjects were asked about their dietary behaviour in 150 sample points in Germany in the year 2006. The underlying study population in this work includes 1.272 12-17-year-old adolescents, which gave information about their nutrition in the last four weeks using a DISHES interview. The analysis of the EsKiMo data is carried out descriptive separately for sex and age. The group of sweets consists of sugar and sugar substitutes, sweeteners, sweet spreads, granola bars, ice cream, confectioneries, chocolate products, desserts and beverage powder. The group of soft drinks comprises lemonades, light lemonades, energy drinks and other soft drinks like malt beer or ice tea.
Results: Sweets and soft drinks play a big role in the nutrition of teenagers. Everyone in this age group consumes sweets and almost all teenagers drink soft drinks. Chocolate products, sweet spreads, confectioneries, lemonades and other soft drinks are the most of all consumed products. Boys have a higher consumption of sweets and soft drinks than girls; especially the soft drink consumption of boys is three times as high as of girls. A clear change along the three age groups is observable at the soft drink consumption of boys, because the amounts triple in the highest age group (16-17 years) in comparison of the youngest (12-13 years). The girls however have a relatively low and constant soft drink consumption. Overall 11-12 percent of the total energy is supplied by sweets and soft drinks.
Outlook: It is difficult to take sweets away from the nutrition of children and adolescents. They will always be among the "attractive" foods. Prohibitions therefore don't bring anything because sweets may become even more attractive. Therefore it is better to achieve a general self-conception of a healthy and active way of life in order to create a balance to the "empty calories" and the increased energy intake especially by sweets containing much fat. Sweets are a problem when the intake of essential nutrients is very low and when the resulting energy intake is not compensated by decreasing the remaining food or increasing the energy consumption. Parents but also educators and teachers in kindergarten and in school are important as role models.
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Generiert am 25.04.2017, 17:45:10