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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Jens Hoebel; Stephan Müters; Benjamin Kuntz; Cornelia Lange; Thomas Lampert
Titel: Messung des subjektiven sozialen Status in der Gesundheitsforschung mit einer deutschen Version der MacArthur Scale
Erschienen in: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 58 (7) , 2015
S. 749-757
Verlag: Springer
Verlags-URL: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-015-2166-x
DOI: 10.1007/s00103-015-2166-x
Veröffentlichung auf edoc: 06.08.2015
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10040120)
Schlagwörter (ger): Sozioökonomischer Status, Gesundheitliche Ungleichheit, Subjektiver Sozialstatus, Sozialepidemiologie, Gesundheit
Schlagwörter (eng): Health inequality, Socioeconomic status, Subjective social status, Social epidemiology, Health
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
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Abstract (ger):
Klassischerweise wird der sozioökonomische Status (SES) in der Gesundheitsforschung mit objektiven Indikatoren (Bildung, Beruf, Einkommen) bestimmt. Ergänzend wird seit einigen Jahren zunehmend auch der subjektive soziale Status (SSS) erfasst, meist mithilfe der MacArthur Scale. In diesem Beitrag wird die Konstruktvalidität einer deutschsprachigen Version dieses Instruments untersucht. Zudem wird der Frage nachgegangen, ob der SSS über den objektiven SES hinaus mit der gesundheitlichen Lage zusammenhängt. Für die Analysen werden Daten einer bevölkerungsbasierten Pilotstudie herangezogen, die im Rahmen der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) vom Robert Koch-Institut durchgeführt wurde (n = 1571; Alter: 18−79 Jahre). Der SSS wurde mit der 10-stufigen MacArthur Scale erfasst. Dabei konnten sich die Befragten selbst auf der „sozialen Stufenleiter“ platzieren. Am stärksten korrelierte der SSS mit konstruktverwandten Indikatoren wie einem mehrdimensionalen SES-Index und den objektiven SES-Einzelindikatoren Einkommen, berufliche Stellung und Bildungsgrad (r = 0,32−0,60; p < 0,001). Schwächere Korrelationen waren zwischen dem SSS und den konstruktfremden Indikatoren soziale Unterstützung, seelisches Wohlbefinden, Depressivität und Body-Mass-Index festzustellen (r = − 0,29−0,30; p < 0,001). Faktorenanalysen ließen keine nennenswerten Fremdladungen des SSS auf die Faktoren Wohlbefinden und Depressivität erkennen. Nach Kontrolle für Alter, Bildung, Beruf und Einkommen blieb ein niedrigerer SSS signifikant mit einem schlechteren Gesundheitszustand assoziiert (p < 0,05). Die Ergebnisse sprechen für die konvergente und diskriminante Validität des Instruments und weisen darauf hin, dass der Selbstwahrnehmung von sozialer Benachteiligung eine eigenständige Bedeutung für die gesundheitliche Lage zukommt.
Abstract (eng):
In health research, socio-economic status (SES) is traditionally assessed using objective indicators (education, occupation, income). For a couple of years, there has been a growing body of studies that additionally assess the subjective social status (SSS) of respondents, mostly using the MacArthur Scale. The aim of this study was to examine the construct validity of a German-language version of this instrument and to investigate whether SSS is associated with health over and above objective SES. Analyses were based on data from a population-based pilot study carried out within the ‘German Health Update’ (GEDA) study conducted by the Robert Koch Institute (n = 1,571; age: 18−79 years). SSS was measured with the MacArthur scale asking respondents to place themselves on a 10-rung “social ladder”. The strongest correlations to SSS were found with measures of similar constructs such as a multidimensional index of objective SES, income level, occupational position and educational attainment (r = 0.32−0.60; p < 0.001). Weaker correlations were found between SSS and measures of dissimilar constructs such as social support, mental well-being, depressiveness, and body-mass-index (r = − 0.29−0.30; p < 0.001). Factor analysis did not show considerable loadings of SSS on factors of mental well-being and depressiveness. After adjusting for age, education, occupation, and income, lower SSS remained significantly associated with higher odds of adverse health (p < 0.05). The findings of this study provide support for the convergent and discriminant validity of the MacArthur Scale and indicate that self-perceptions of social disadvantage may have health implications beyond the impact of objective SES.
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Generiert am 27.05.2017, 23:13:31