edoc-Server des Robert Koch-Instituts

Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Martin W. Laass; Roma Schmitz; Holm H. Uhlig; Klaus-Peter Zimmer; Michael Thamm; Sibylle Koletzko
Titel: Zöliakieprävalenz bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland
Erschienen in: Deutsches Ärzteblatt 112 (33-34) , 2015
S. 553-560
Verlag: Ärzteverlag
Verlags-URL: http://www.aerzteblatt.de/archiv/171573/Zoeliakiepraevalenz-bei-Kindern-und-Jugendlichen-in-Deutschland
DOI: 10.3238/arztebl.2015.0553
Veröffentlichung auf edoc: 21.12.2015
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10042345)
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
Metadatenexport: Um den gesamten Metadatensatz im Endnote- oder Bibtex-Format zu speichern, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link. Endnote   Bibtex  

Abstract (ger):
Hintergrund: Eine nicht behandelte Zöliakie geht mit erhöhter Morbidität und Mortalität einher. Für Kinder und Jugendliche in Deutschland gibt es keine aktuellen Zahlen zur Prävalenz der Zöliakie und zum Anteil nicht erkannter Zöliakiepatienten.
Methoden: Serumproben von Teilnehmenden der 2003 bis 2006 durchgeführten Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) wurden auf zöliakiespezifische Autoantikörper und Gesamt-IgA untersucht, um die Prävalenz der Zöliakie abzuschätzen.
Ergebnisse: Von 12 741 Studienteilnehmenden im Alter von 1 bis 17 Jahren (6 546 Jungen, 6 195 Mädchen) wurde bei 9 (0,07 %) eine Zöliakie anamnestisch angegeben. Bei 91 Kindern mit normaler IgA-Konzentration und 7 mit IgA-Mangel wurden erhöhte Autoantikörper gegen Gewebetransglutaminase nachgewiesen. Die Prävalenz der unerkannten Zöliakie, geschätzt auf der Basis positiver Autoantikörper, betrug 0,8 % (95-%-Konfidenzintervall [KI]: 0,6–1,0), die Gesamtprävalenz 0,9 %. Seropositive Kinder und Jugendliche hatten im Vergleich zu seronegativen niedrigere Ferritin- und Folsäurewerte und waren bezogen auf alters- und geschlechtsstandardisierte z-Scores tendenziell leichter und kleiner.
Schlussfolgerung: Die Zöliakieprävalenz (serologisch und anamnestisch) von 0,9 % in Deutschland ist vergleichbar mit anderen europäischen Ländern und Nordamerika. Kinderärzte, Allgemeinmediziner, Internisten und andere Fachkollegen sollten das breite Spektrum der klinischen Manifestationen kennen. Kinder mit auf Zöliakie verdächtigen Symptomen und/oder solche, die zu einer Risikogruppe gehören, sollten auf Antikörper gegen Gewebetransglutaminase getestet werden; dies gilt auch für symptomatische Erwachsene nach Ausschluss anderer Ursachen. Ob asymptomatische Erwachsene aus Risikogruppen getestet werden sollen, ist noch nicht abschließend diskutiert.
Nutzungsbedingungen
Für Dokumente, die in elektronischer Form auf diesem Dokumentenserver bereitgestellt werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG). Vor allem gilt, dass die Dokumente zu wissenschaftlichen Zwecken und zum Eigengebrauch zitiert, kopiert, abgespeichert, ausgedruckt und weitergegeben werden dürfen (§53 UhrG), es sei denn, dem einzelnen Dokument sind abweichende und dann allein maßgebliche Nutzungsbedingungen vorangestellt. Jede kommerzielle Nutzung der Dokumente, auch von Teilen und Auszügen, ist ohne vorherige Zustimmung des Urhebers/Autors untersagt.
Terms of use
Documents which are provided on this repository are subject to strict copyright conditions. This applies in particular to the following: the documents made available on this publication server may be cited, copied, saved, printed and passed on for scientific purposes and private use (§53 German Copyright Law), unless the individual document is preceded by deviating and then exclusively applicable terms and conditions of use. Any commercial use of the documents, even in part and excerpts, is prohibited without the prior written consent of the creator.
Zugriffsstatistik: Die Daten für die Zugriffsstatistik der einzelnen Dokumente wurden aus den durch AWSTATS aggregierten Webserver-Logs erstellt. Sie beziehen sich auf den monatlichen Zugriff auf den Volltext sowie auf die Startseite.
 
Bei Formatversionen eines Dokuments, die aus mehreren Dateien bestehen (insbesondere HTML), wird jeweils der monatlich höchste Zugriffswert auf eine der Dateien (Kapitel) des Dokuments angezeigt.
 
Um die detaillierten Zugriffszahlen zu sehen, fahren Sie bitte mit dem Mauszeiger über die einzelnen Balken des Diagramms.
Startseite: 11 ZugriffePDF: 11 ZugriffeStartseite: 7 ZugriffePDF: 44 ZugriffeStartseite: 8 ZugriffePDF: 65 ZugriffeStartseite: 4 ZugriffePDF: 35 ZugriffeStartseite: 4 ZugriffePDF: 18 ZugriffeStartseite: 3 ZugriffePDF: 27 ZugriffeStartseite: 2 ZugriffePDF: 9 ZugriffeStartseite: 3 ZugriffePDF: 10 ZugriffeStartseite: 6 ZugriffePDF: 12 ZugriffeStartseite: 2 ZugriffePDF: 9 ZugriffeStartseite: 7 ZugriffePDF: 15 ZugriffeStartseite: 5 ZugriffePDF: 13 ZugriffeStartseite: 9 ZugriffePDF: 18 ZugriffeStartseite: 2 ZugriffePDF: 13 ZugriffeStartseite: 6 ZugriffePDF: 12 ZugriffeStartseite: 7 ZugriffePDF: 14 ZugriffeStartseite: 3 ZugriffePDF: 11 ZugriffeStartseite: 2 ZugriffePDF: 18 ZugriffeStartseite: 9 ZugriffePDF: 24 ZugriffeStartseite: 7 ZugriffePDF: 18 ZugriffeStartseite: 5 ZugriffePDF: 10 ZugriffeStartseite: 4 ZugriffePDF: 8 ZugriffeStartseite: 3 ZugriffePDF: 22 ZugriffeStartseite: 6 Zugriffe
Dec
15
Jan
16
Feb
16
Mar
16
Apr
16
May
16
Jun
16
Jul
16
Aug
16
Sep
16
Oct
16
Nov
16
Dec
16
Jan
17
Feb
17
Mar
17
Apr
17
May
17
Jun
17
Jul
17
Aug
17
Sep
17
Oct
17
Nov
17

Gesamtzahl der Zugriffe seit Dec/2015:

  • Startseite – 125 (5.21 pro Monat)
  • PDF – 436 (18.17 pro Monat)
  •  

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf die oben unter "Volltext" genannte URN.
Generiert am 15.12.2017, 21:12:44