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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Anna-Kristin Brettschneider; Heike Hölling; Robert Schlack; Ute Ellert
Titel: Psychische Gesundheit von Jugendlichen in Deutschland
Erschienen in: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 58 (4-5) , 2015
S. 474-489
Verlag: Springer
Verlags-URL: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-015-2129-2
DOI: 10.1007/s00103-015-2129-2
Veröffentlichung auf edoc: 03.08.2016
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10046191)
Schlagwörter (ger): Migrationshintergrund, Psychische Probleme, Strength and Difficulties Questionnaire (SDQ), Herkunftsland
Schlagwörter (eng): Psychological problems, Migration background, Country of origin
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
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Abstract (ger):
Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen in Familien mit Migrationshintergrund auf. Unterschiedliche kulturelle, religiöse und sprachliche Hintergründe beeinflussen ihr Verhalten in vielerlei Hinsicht. Der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Migrationshintergrund kann sowohl positiv als auch negativ sein. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Zusammenhänge zwischen selbstberichteten psychischen Problemen und Migrationshintergrund sowie verschiedenen Herkunftsländern bei Jugendlichen in Deutschland zu beschreiben. Die Basiserhebung (2003–2006) des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) bietet durch ihr migrantensensitives Zugangsdesign gute Voraussetzungen für migrantenspezifische Auswertungen. Selbstberichtete Verhaltensauffälligkeiten sowie Stärken wurden mit dem Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ) bei 6719 Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren erfasst. Jugendliche mit beidseitigem Migrationshintergrund berichteten häufiger psychische Probleme (SDQ-Gesamtproblemwert) als Jugendliche ohne Migrationshintergrund (16,9 vs. 11,5 %) oder Jugendliche mit einseitigem Migrationshintergrund (16,9 vs. 11,3 %). Der Vergleich nach Herkunftsländern zeigte, dass türkeistämmige Jugendliche ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme im SDQ-Gesamtproblemwert hatten (Jungen: OR 2,0; 95 %-KI 1,3–3,2; Mädchen: OR 2,0; 95 %-KI 1,2–3,4) als Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Auch für Mädchen aus Westeuropa, den USA und Kanada bestand laut Selbstauskunft ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme (OR 2,2; 95 %-KI 1,3–3,6). Nach Adjustierung für den Sozialstatus wurde der Effekt der Herkunftsländer jedoch in einigen Fällen insignifikant. Die Ergebnisse weisen auf die Bedeutung einer migrantensensiblen und kultursensitiven Prävention von psychischen Problemen hin, die die Lebenswelt und kulturspezifischen Besonderheiten der Betroffenen mit einbezieht.
Abstract (eng):
Many children and adolescents in Germany grow up in families with a migration background. Different cultural, religious, and linguistic backgrounds have an influence on their behavior in various ways. Health status can be affected both negatively and positively by a migration background. The aim of this study was to analyze associations between migration background and self-reported psychological problems. In addition, it was tested whether country of origin had a differential effect on the associations found. Because of its migration-specific approach, the baseline survey (2003–2006) of the nationwide German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS) offers a solid basis for migrant-specific analyses. Self-reported mental health problems were assessed using the Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ), which was completed by 6,719 adolescents aged 11–17 years. Adolescents with a two-sided migration background (i.e., both parents) reported higher SDQ total difficulties scores compared with adolescents without a migration background (16.9 vs 11.5 %) or those with a one-sided migration background (16.9 vs 11.3 %). Adolescents with a Turkish background had higher odds (boys: OR 2.0; 95 %CI 1.3–3.2; girls: OR 2.0; 95 %CI 1.2–3.4) of reporting mental health problems than adolescents without a migration background. Also, girls with a migration background from Western Europe, the USA or Canada had higher odds (OR 2.2; 95 %CI 1.3–3.6). In some cases, adjusting for socioeconomic status led to insignificant associations with regard to the country of origin. The findings underline the importance of migrant-specific and culture-sensitive prevention, which also takes the environment and culture-specific characteristics into account.
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Generiert am 28.04.2017, 00:53:48