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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Martin Richter; Christian Herzog
Titel: Allgemeines Vorgehen bei Verdacht auf einen Anschlag mit hochkontagiösen, hochpathogenen Agenzien
Erschienen in: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 58 (7) , 2015
S. 699-704
Verlag: Springer
Verlags-URL: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-015-2160-3
DOI: 10.1007/s00103-015-2160-3
Veröffentlichung auf edoc: 03.08.2016
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10046269)
Schlagwörter (ger): Pulverfunde, Lageeinschätzung, Schutz- und Gegenmaßnahmen, Einsatzgruppe Bio, Probenahme und Forensik
Schlagwörter (eng): Undefined powders, Situation reports, Protective and counter measures, Bio incident response unit, Sampling and Forensics
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Biologische Sicherheit
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Abstract (ger):
Der Verdacht auf das Ausbringen hochpathogener Agenzien, um der Bevölkerung bzw. Bevölkerungsgruppen oder Einzelpersonen Schaden zuzufügen, wird oftmals im Zusammenhang von Postsendungen ausgesprochen, die hauptsächlich, oder als Beistoff, undefinierbare Pulver mit oder ohne Drohschreiben enthalten. Bei anschließenden Untersuchungen wird von lokalen Einsatzkräften häufig der Ausschluss von Milzbranderregern oder deren Sporen angestrebt, was den Anschlägen in den USA aus dem Jahr 2001 mit milzbrandsporenhaltigem Pulver in Briefen zuzuschreiben ist. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde jedoch in Deutschland bei „Pulversendungen“ noch nie eine absichtliche Beimengung eines hochpathogenen Agens nachgewiesen. Zudem konnte in Deutschland bisher kein terroristischer Anschlag mit gefährlichen biologischen Agenzien weder in Form von Postsendungen noch anderen Ausbringungsmethoden verzeichnet werden. Auch kann im Anschlagsfall nicht davon ausgegangen werden, dass erneut Milzbrandbakterien oder deren Sporen eingesetzt werden. Im Falle eines hinreichenden Verdachts auf einen Anschlag mittels Pulversendung reicht demnach weder die Überprüfung einer einzelnen Stoffgruppe (z.B. biologisch, chemisch, radioaktiv) noch der Ausschluss eines dezidierten Agens allein (z.B. Milzbranderreger) aus, um den Entscheidungsträgern entsprechende Informationen für das weitere Vorgehen an die Hand zu geben. Vielmehr sollte eine der jeweiligen Lage entsprechende Abfolge von Beratungs-, Ausschluss- und Messverfahren angestrebt werden, um systematisch alle relevanten Gefährdungen auszuschließen. Daher werden im Folgenden am Beispiel von Pulversendungen, Empfehlungen für das Vorgehen bei einem hinreichenden Verdacht auf das absichtliche Ausbringen gefährlicher biologischer Agenzien gegeben.
Abstract (eng):
The discovery of undefined powders that are content of letters or parcels with or without threats in writing addressed to institutions, groups or persons, often raises the suspicion of an attack involving biological agents such as anthrax. Subsequent investigations and analyses by local authorities often aim at excluding anthrax or anthrax spores. Suspicion and actions are then mistakenly justified by referring to the 2001 anthrax letter attacks in the USA, which now lie more than 10 years in the past. In Germany to date there has never been a terrorist attack involving dangerous biological agents, neither in letters nor in any other possible form. In addition, it cannot be assumed that anthrax bacteria or spores will be used again in a bioterrorist event. In the case of a valid suspicion of a threatening letter, neither analyses to exclude only a certain group of substances (e.g. biological, chemical or radiological) nor analyses to exclude only one biological agent (e.g. anthrax) in particular would provide sufficient information for decision makers to conduct further actions in coping with the given situation. Moreover, a sequence of procedures such as consultation, exclusion, and analyses should be followed in order to systematically exclude all relevant threats. Therefore, and in respect to the current CBRNE threat assessment for Germany, the following article provides recommendations of actions to be taken for coping with a valid suspicion of an intentional release of biological agents utilizing powder letters as an example.
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Generiert am 23.08.2017, 19:27:45