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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Alexander Rommel; Anke-Christine Saß; Sabine Born; Ute Ellert
Titel: Die gesundheitliche Lage von Menschen mit Migrationshintergrund und die Bedeutung des sozioökonomischen Status – Erste Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)
Erschienen in: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 58 (6) , 2015
S. 543-552
Verlag: Springer
Verlags-URL: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-015-2145-2
DOI: 10.1007/s00103-015-2145-2
Veröffentlichung auf edoc: 03.08.2016
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10046279)
Schlagwörter (ger): Gesundheitssurveys, Risikofaktoren, Gesundheitsverhalten, Menschen mit Migrationshintergrund, Soziale Determinanten
Schlagwörter (eng): Health surveys, Risk factors, Emigration and immigration, Health behavior, Socioeconomic factors
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
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Abstract (ger):
Menschen mit Migrationshintergrund (MMH) weisen spezifische gesundheitliche Risiken und Ressourcen im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund (MoMH) auf. Analysiert wird hier der Zusammenhang zwischen dem Migrationshintergrund und der gesundheitlichen Lage. Zudem wird untersucht, ob der sozioökonomische Status (SES) zur Erklärung der Unterschiede zwischen MMH und MoMH beiträgt. Datenbasis bildet die „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS1) des Robert Koch-Instituts (2008–2012, n = 8151). Die Auswertepopulation enthält 1107 MMH (gewichtet: 19,8 %). Der Fragestellung wird anhand von neun ausgewählten Gesundheitsoutcomes nachgegangen. Alle Auswertungen erfolgen nach Geschlecht und unterscheiden nach MMH der 1. und 2. Generation. Logistische Regressionsmodelle werden nach Alter und SES adjustiert. Die Ergebnisse zeigen klare geschlechtsspezifische Muster. Bei Frauen sind Unterschiede vor allem bei MMH der 1. Generation signifikant. Verglichen mit MoMH weisen sie einen schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand auf, sind körperlich inaktiver, trinken weniger Alkohol, sind schlechter über Programme der Krebsfrüherkennung informiert und nehmen präventive Leistungen seltener in Anspruch. Tägliche Raucherinnen sind nur bei Frauen der zweiten Generation häufiger vertreten als bei MoMH. Bei Männern finden sich alle signifikanten Unterschiede in der ersten sowie der zweiten Generation. Männer mit Migrationshintergrund weisen häufiger depressive Symptome auf, konsumieren seltener Alkohol und sind über Programme der Krebsfrüherkennung schlechter informiert. Der Effekt des Migrationshintergrundes auf die gesundheitliche Lage bleibt auch nach Kontrolle des SES weitgehend erhalten. Die DEGS1-Ergebnisse sind vor dem Hintergrund der bestehenden Evidenz plausibel und liefern weiterführende Erkenntnisse. Die Nutzung dieser Daten für die Migrationsforschung erfordert eine differenzierte Betrachtung der Population der MMH und eine sorgfältige Einordnung der Befunde.
Abstract (eng):
People with a migrant background (PMB) have specific health-related risk factors and resources compared to the non-migrant population (NMP). The analysis focuses on the relationship between migrant background and health and health-related behavior. Moreover, the study analyses whether socio-economic status (SES) contributes to the explanation of differences between PMB and the NMP. The research is based on the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1) (2008–2012, n = 8151). The population for cross-sectional analyses contains 1107 PMB (weighted 19.8 %). The research question is addressed on the basis of nine exemplary health outcomes. All analyses are gender specific and make a distinction between first and second generation PMB. Logistic regression is calculated adjusting for age and SES. The results reveal clear gender-specific patterns: For women, differences are statistically significant mainly for first generation PMB. Compared to the NMP their self-assessed health status is lower, they are less physically active, consume less alcohol, feel less informed about cancer screening programs and make less use of preventive health services. However, daily smoking is more prevalent in second generation women. For men, differences are statistically significant for first and second generation PMB. Men with a migrant background show more symptoms of depression, consume less alcohol and feel less informed about cancer screening programs. After adjusting for SES the impact of migrant background on health status and health-related behavior largely remains stable. The study shows that the DEGS1 data offers valuable results and new insights into the health status of people with a migrant background. The use of this data for further research requires a differentiated approach to the concept of migrant background and a careful interpretation of results.
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Generiert am 27.03.2017, 23:07:27