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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Claudia Ruscher; Martina Kraus-Haas; Alfred Nassauer; Martin Mielke
Titel: Healthcare-associated infections and antimicrobial use in long term care facilities (HALT-2) – Deutsche Ergebnisse der zweiten europäischen Prävalenzerhebung
Erschienen in: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 58 (4-5) , 2015
S. 436-451
Verlag: Springer
Verlags-URL: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-015-2126-5
DOI: 10.1007/s00103-015-2126-5
Veröffentlichung auf edoc: 03.08.2016
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10046289)
Schlagwörter (ger): Langzeitpflege, Prävalenz, Infektionsprävention, Alte Menschen, Antibiotikaeinsatz
Schlagwörter (eng): Prevalence, Longterm care, Antibiotic use, Infection control, Elderly people
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Infektionskrankheiten / Erreger
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Abstract (ger):
Infektionsprävention und Strategien zum angemessenen Einsatz von Antibiotika in Pflegeeinrichtungen haben vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nicht nur in Deutschland eine große Bedeutung. Zur Schaffung einer verlässlichen Datenbasis und zur Identifikation relevanter infektionspräventiver Aspekte in diesem Bereich hat das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) im Jahr 2013 die zweite Punktprävalenzerhebung zum Vorkommen von Infektionen und zum systemischen Antibiotikaeinsatz in europäischen Langzeitpflegeeinrichtungen initiiert (HALT-2). Neben methodischen Anpassungen zur Infektionserfassung wurde in dieser zweiten Erhebung das erfassende Personal im Vorfeld intensiv in der Erfassung und der Methodik geschult. Aus Deutschland haben sich 221 Einrichtungen an dieser Erhebung beteiligt, sodass Daten von insgesamt 17.208 Bewohnern erfasst werden konnten. Gut etablierte Strukturen der regionalen MRE-Netzwerke haben die Rekrutierung der Teilnehmer sowie die Vorbereitung der Erhebung deutlich erleichtert. Die Medianprävalenz des systemischen Antibiotikaeinsatzes war mit 1,1 % (95 %-CI 0,7–1,6) in den deutschen Heimen erneut vergleichsweise niedrig. Die am häufigsten eingesetzten Wirkstoffgruppen waren jedoch neben den Beta-Laktamen (Penicilline 18,2 %, andere Beta-Lactame 17,2 %) wieder vor allem Fluorchinolone (28,2 %). Die Erfassung der Infektionen erfolgte symptombasiert anhand von detaillierten Algorithmen entsprechend der kürzlich überarbeiteten McGeer-Surveillancekriterien und ergab eine Medianprävalenz von 1,7 % (95 %-CI 1,1–2,2). Symptomatische Harnwegsinfektionen (28,4 %), Haut- und Weichgewebeinfektionen (27,9 %) und Atemwegsinfektionen (24,7 %) wurden sowohl als häufigste Infektionsarten als auch als häufigste Indikationen für systemische Antibiotikabehandlungen identifiziert. Klinische Implikationen ergeben sich insbesondere durch den hohen Einsatz von Fluorchinolonen. Auf pflegerischer Seite besteht weiter im Bereich der Händehygienecompliance Verbesserungspotenzial.
Abstract (eng):
Prevention of infections and strategies for the prudent use of antimicrobials in long-term care facilities have gained importance in view of the demographic changes, not only in Germany. To generate appropriate data and to identify relevant aspects of infection prevention in this field, the European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) launched the second point prevalence survey of healthcare-associated infections and antimicrobial use in European long-term care facilities in 2013 (HALT-2). Despite methodical adjustments in the collection of data on healthcare-associated infections, in this second survey healthcare workers in the participating facilities were intensively trained in methodology and data collection. Overall, 221 German facilities participated and collected data from 17,208 residents. Well-established structures of regional networks facilitated the recruitment of participants as well as the preparations for training and survey. The median prevalence of residents receiving at least one antimicrobial agent was 1.1 % (95 %-CI 0,7–1,6)), which is remarkably low. However, the most frequently used antimicrobials in German facilities beside beta-lactams (penicillins 18.2 %, other beta-lactams 17.2 %) were quinolones (28.2 %). Data collection of infections was performed based on signs and symptoms in detailed decision algorithms according to the recently updated McGeer surveillance criteria and yielded a median prevalence of 1.7 % (95 %-CI 1,1–2,2). Symptomatic urinary tract infections (28.4 %), skin and soft tissue infection (27.9 %), and respiratory tract infections (24.7 %) were identified both as the most common types of infections and the most common indications for the use of systemic antimicrobials. Clinical implications evolve mainly from the high use of quinolones. In terms of infection prevention measures, compliance of health care workers with a hand hygiene regimen revealed further potential for improvement.
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Generiert am 24.03.2017, 12:14:47