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Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz

Publikationsart: Veröffentlichter Artikel oder Aufsatz
Autor(en): Henriette Steppuhn; Silke Buda; Antje Wienecke; Klaus Kraywinkel; Kristin Tolksdorf; Jörg Haberland; Detlef Laußmann; Christa Scheidt-Nave
Titel: Zeitliche Trends in der Inzidenz und Sterblichkeit respiratorischer Krankheiten von hoher Public-Health-Relevanz in Deutschland
Erschienen in: Journal of Health Monitoring 2 (3) , 2017
S. 3-35
Verlags-URL: http://www.rki.de/journalhealthmonitoring
DOI: 10.17886/RKI-GBE-2017-049
Veröffentlichung auf edoc: 15.09.2017
Status: published
Volltext: pdf (urn:nbn:de:0257-10054606)
Schlagwörter (ger): Surveillance, Inzidenz, Mortalität, Respiratorische Erkrankungen, Lungenerkrankungen
Vorhaben/Arbeitsgruppe: Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
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Abstract (ger):
Erkrankungen der Atemwege und der Lunge sind weltweit wichtige Ursachen von Krankheitslast und Sterblichkeit. In Deutschland haben neben akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) vor allem chronische Lungenerkrankungen – darunter Lungenkrebs, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Asthma bronchiale – hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung. ARE-Neuerkrankungsraten unterscheiden sich deutlich nach Alter, Jahreszeit und Jahr. Sie werden als wöchentliche Konsultationsinzidenz über ausgewählte Einrichtungen der ambulanten und stationären Versorgung erfasst. Zwischen 2009 und 2016 liegen die Neuerkrankungsraten im ambulanten sowie im stationären Bereich (für schwere Krankheitsverläufe, SARI) bei Kleinkindern mit Werten von bis zu 9,4 % bzw. 0,2 % am höchsten. Auch die ARE-Sterblichkeit unterliegt saisonalen und jährlichen Schwankungen. Sie wird mit jährlich mehr als 17.000 Todesfällen über die amtliche Todesursachenstatistik nur unzureichend erfasst, da häufig ein vorbestehendes chronisches Grundleiden anstelle der akuten Infektion als zum Tode führende Ursache kodiert wird. Zusätzlich sind daher Einschätzungen der ARE-Übersterblichkeit im Zusammenhang mit Grippewellen notwendig. Bei Lungenkrebs, COPD und Asthma ist insbesondere die langfristige zeitliche Entwicklung des Neuerkrankungs- und Sterbegeschehens von gesundheitspolitischem Interesse. Daten der amtlichen Todesursachenstatistik von 1998 bis 2015 zeigen, dass Sterberaten für Lungenkrebs und COPD bei Männern im Mittel um 1,8 % bzw. 1,1 % pro Jahr sanken, während sie bei Frauen um 2,5 % bzw. 2,3 % anstiegen. Dennoch starben im Jahre 2015 immer noch mehr Männer als Frauen an Lungenkrebs (29.378 vs. 15.881) bzw. COPD (17.300 vs. 13.773). Sterberaten für Asthma bronchiale sind im gleichen Zeitraum pro Jahr um durchschnittlich 8,3 % bei Frauen und 11,2 % bei Männern gesunken und dabei zuletzt auf 659 Todesfälle bei Frauen und 393 bei Männern zurückgegangen. Neuerkrankungsraten für Lungenkrebs bewegen sich ab 1998 auf fast gleichem Niveau wie die Sterberaten. Für COPD und Asthma sind keine entsprechenden Daten verfügbar. Ausbau und Verstetigung von koordinierten Surveillance- Aktivitäten zu respiratorischen Krankheiten im Rahmen internationaler Aktionspläne zur Krankheitsprävention sind notwendig.
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Generiert am 17.10.2017, 08:07:10