Pflegebedürftigkeit und (informelle) Pflege in Deutschland – Status Quo
| dc.contributor.author | Fuchs, Judith | |
| dc.contributor.author | Hoebel, Jens | |
| dc.contributor.author | Jordan, Susanne | |
| dc.contributor.author | Koschollek, Carmen | |
| dc.contributor.author | Loss, Julika | |
| dc.contributor.author | Neuhauser, Hanne | |
| dc.contributor.author | Nowossadeck, Enno | |
| dc.contributor.author | Schlack, Robert | |
| dc.contributor.author | Thißen, Martin | |
| dc.date.accessioned | 2026-05-05T07:38:24Z | |
| dc.date.available | 2026-05-05T07:38:24Z | |
| dc.date.issued | 2026-05-05 | none |
| dc.identifier.uri | http://edoc.rki.de/176904/13732 | |
| dc.description.abstract | Der Bericht stellt aktuelle Erkenntnisse zur Pflegebedürftigkeit und zu Einschränkungen in der funktionalen Gesundheit zusammen. 1. Im Jahr 2023 erhielten 6,8 % der Menschen in Deutschland Leistungen aus der Pflegeversicherung (5,9 % ambulant und 1,0 % stationär). Der Anteil der Pflegebedürftigen ist seit 1999 kontinuierlich gestiegen, was fast ausschließlich den ambulanten Bereich betrifft. 2. Der demografische Wandel wird, geschätzt auf Basis der derzeitigen Bevölkerungszusammensetzung, zu einem substanziellen Anstieg (geschätzt 30 %) der Pflegebedürftigen führen, während gleichzeitig die Ressourcen in der professionellen Pflege unter Druck geraten. 3. Vorboten für Pflegebedürftigkeit sind nicht nur Krankheiten, sondern auch funktionale Einschränkungen. Letztere sind in Deutschland weit verbreitet, insbesondere unter Älteren. So berichteten 38 % der Erwachsenen über Einschränkungen bei alltäglichen Tätigkeiten in den letzten 6 Monaten, 16 % der Erwachsenen Gedächtnisverschlechterungen. Bei den ab 65-Jährigen leiden 65 % unter Multimorbidität, 23 % gaben an, im letzten Jahr mindestens einmal gestürzt zu sein. 4. Ungleiche Lebens- und Arbeitsbedingungen: Frauen sowie Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Gruppen und mit Migrationsgeschichte sind signifikant häufiger von gesundheitlichen und funktionalen Einschränkungen betroffen. Physische und psychosoziale Belastungen in Alltag und Beruf, von denen sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen besonders betroffen sind, erhöhen die Risiken für eine Vielzahl chronischer Erkrankungen und frühe Pflegebedürftigkeit. 5. Pflege wird überwiegend von An- und Zugehörigen erbracht. Um ihre Situation zu beleuchten, werden neue bundesweite Daten aus der Jahreserhebung 2024 des Panels „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts berichtet. 12,7 % der Frauen und 7,9 % der Männer leisten Pflege für An- und Zugehörige, im Folgenden auch als informelle Pflege bezeichnet. 6. Ein Drittel der pflegenden An- und Zugehörigen gibt an, sich stark oder sehr stark belastet zu fühlen. Sie berichten im Vergleich zu Personen, die keine Pflege leisten, häufiger chronische Erkrankungen, einen eingeschränkten Gesundheitszustand, schlechte Schlafqualität, Erschöpfung oder zeigen eine depressive Symptomatik. 7. Bei der Entwicklung von Pflegebedürftigkeit kommt es maßgeblich auf die sozialen Rahmenbedingungen an. Soziale Unterstützung (erfahren von 37,3 % der Erwachsenen) kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Allerdings fühlen sich 19,2 % der über 65-Jährigen einsam. 8. Ansatzpunkt für Prävention sind verhaltensbezogene Risikofaktoren für chronische Erkrankungen, die ihrerseits zu Auftreten und Voranschreiten von Pflegebedürftigkeit führen können. Etwa drei Viertel der Älteren bewegen sich nicht ausreichend, essen weniger als die empfohlene Menge an Obst und Gemüse, bzw. sind übergewichtig. Hier ist viel Raum für Ausbau vor allem gesundheitspolitischer und struktureller Maßnahmen. 9. 81 % der Menschen in Deutschland weisen in Befragungen eine geringe allgemeine Gesundheitskompetenz auf, was gesundheitsförderliches Handeln im Alltag erschweren kann. | ger |
| dc.language.iso | ger | none |
| dc.publisher | Robert Koch-Institut | |
| dc.subject.ddc | 610 Medizin und Gesundheit | none |
| dc.title | Pflegebedürftigkeit und (informelle) Pflege in Deutschland – Status Quo | none |
| dc.type | article | |
| dc.identifier.urn | urn:nbn:de:0257-176904/13732-3 | |
| dc.identifier.doi | 10.25646/14115 | |
| local.edoc.pages | 12 | none |
| local.edoc.type-name | Zeitschriftenartikel |
