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2026-01-21Zeitschriftenartikel DOI: 10.25646/13621
ARE-Wochenbericht des RKI KW03
Aktuelles zu akuten respiratorischen Erkrankungen 3. Kalenderwoche (12.1. bis 18.1.2026)
Robert Koch-Institut
Das ARE-Geschehen wird weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt. Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zusammen mit weiteren akuten Atemwegserkrankungen zu einer moderaten Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen. Während bei Menschen ab 80 Jahren ein Rückgang der Krankenhauseinweisungen wegen SARI beobachtet wurde, stieg die Zahl der SARI-Fälle bei den Schulkindern wieder an. In der Bevölkerung ist die ARE-Aktivität wie in den Vorsaisons in der 3. KW wieder gestiegen und lag auf einem niedrigen Niveau. Seit Beginn der Grippewelle laut RKI-Definition in der 48. KW 2025 werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener Influenza A(H1N1)pdm09-Viren. Es deutet sich der Beginn der RSV-Welle an. Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist, ähnlich wie in den Vorjahren, in der 3. KW 2026 wieder gestiegen, lag jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 3. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche gesunken und befand sich wie in den Vorjahren auf einem moderaten Niveau. Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 3. KW 2026 in insgesamt 105 der 138 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A- und B-Viren (60 %), mit deutlichem Abstand gefolgt von Rhinoviren (7 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 4 %). SARS-CoV-2 wurde in 1 % der Proben nachgewiesen. Von den 83 nachgewiesenen Influenzaviren waren 62 A(H3N2)- und 20 A(H1N1)pdm09-Viren sowie ein nicht subtypisiertes Influenza A-Virus (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren). Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 3. KW 2026 wie in den Vorjahren zurück und lag auf einem moderaten Niveau. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 36 % Influenza-, 4 % RSV- und 2 % COVID-19- Diagnosen. In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 3. KW 2026 in 17 der 27 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A- oder B-Viren (33 %). Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten Influenza-Fälle sowie der RSV-Fälle ist in der 3. Meldewoche (MW) stabil geblieben. Die Zahl der COVID 19 Fälle ist dagegen gesunken. Die SARS-CoV-2-Linie XFG wurde in der 1. KW 2026 mit einem Anteil von 56 % am häufigsten unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen. Bei den Werten für die Influenza A-Viruslast im Abwasser deutet sich ein Rückgang an. Die RSV-Last im Abwasser ist weiter gestiegen. Die SARS-CoV-2-Last ist seit einigen Wochen rückläufig.
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MD5: 99bb790eae5ea7fbb60ca54f8461340c
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DOI
10.25646/13621
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