ARE-Wochenbericht des RKI KW04
Aktuelles zu akuten respiratorischen Erkrankungen 4. Kalenderwoche (19.1. bis 25.1.2026)
Robert Koch-Institut
Das ARE-Geschehen wird weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt. Zudem nimmt seit einigen Wochen die RSV-Aktivität zu. Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zusammen mit weiteren akuten Atemwegserkrankungen zu einer moderaten Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen. In der Bevölkerung ist die ARE-Aktivität wie in den Vorsaisons in der 4. KW weiter angestiegen und lag ebenfalls auf einem moderaten Niveau. Seit Beginn der Grippewelle in der 48. KW 2025 werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener Influenza A(H1N1)pdm09-Viren. Gemäß RKI-Definition hat die RSV-Welle in der 2. KW 2026 begonnen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 4. KW 2026 wie in den Vorjahren weiter deutlich angestiegen und lag auf einem moderaten Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 4. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben und befand sich weiterhin auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 4. KW 2026 in insgesamt 125 der 150 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A-Viren (59 %), mit deutlichem Abstand gefolgt von humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 11 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 8 %). SARS-CoV-2 wurde in 1 % der Proben nachgewiesen. Von den 89 nachgewiesenen Influenzaviren waren 66 A(H3N2)- und 23 A(H1N1)pdm09-Viren (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren).
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 4. KW 2026 zurück und lag auf einem moderaten Niveau. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 35 % Influenza-, 8 % RSV- und 2 % COVID-19-Diagnosen.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 4. KW 2026 in neun der 16 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A-Viren (44 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten RSV-Fälle ist in der 4. Meldewoche (MW) stark gestiegen, während die Zahl der Influenza-Fälle in den letzten zwei Wochen stabil geblieben ist. Die Zahl der COVID-19-Fälle ist dagegen weiter gesunken.
Die SARS-CoV-2-Linien XFG und NB.1.8.1 wurden in der 2. KW 2026 mit einem Anteil von jeweils 38 %, die Linie BA.3.2 mit einem Anteil von 21 % unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Bei den Werten für die Influenza A-Viruslast im Abwasser deutet sich ein Rückgang an. Die RSV-Last im Abwasser ist weiter gestiegen. Die SARS-CoV-2-Last ist in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen.
Dateien zu dieser Publikation
Keine Lizenzangabe

