ARE-Monatsbericht des RKI KW24-27
24. bis 27. Kalenderwoche (8.6. bis 5.7.2026)
Robert Koch-Institut
Seit einigen Wochen wird eine sehr niedrige ARE-Aktivität beobachtet, auch die Zahl schwerer Atemwegserkrankungen war in den letzten Wochen sehr niedrig. Die ARE- und SARI-Aktivität befinden sich damit auf einem für diese Jahreszeit üblichen Niveau.
Das ARE-Geschehen wird durch Erkältungsviren, vor allem Rhinoviren, bestimmt. Die Aktivität von SARS-CoV-2, RSV und Influenzaviren ist derzeit in allen Systemen niedrig.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist seit der 22. KW 2026 relativ stabil geblieben und liegt seitdem auf einem sehr niedrigen Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE von der 24. bis zur 27. KW 2026 gesunken und befand sich ebenfalls auf einem sehr niedrigen Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden von der 24. bis zur 27. KW 2026 in insgesamt 86 der 151 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Rhinoviren (36 %), mit größerem Abstand gefolgt von Parainfluenzaviren (PIV; 11 %) sowie weitere Atemwegsviren des untersuchten Erregerpanels. Influenzaviren wurden im Berichtszeitraum nicht nachgewiesen.
Im stationären Bereich blieb die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) im Zeitraum von der 24. bis zur 27. KW 2026 stabil auf einem sehr niedrigen Niveau. Unter Berücksichtigung von erwarteten weiteren SARI-Diagnosen wird mittels Nowcasting für die 27. KW eine SARI-Inzidenz auf niedrigem Niveau geschätzt. Weniger als 1 % der SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten von der 24. bis zur 27. KW 2026 eine RSV-, Influenza- oder COVID-19-Diagnose.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden im Juni 2026 in 38 der 106 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Rhinoviren (25 %) und PIV (8 %).
Von der 24. bis zur 27. Meldewoche (MW) wurde an das RKI gemäß IfSG eine niedrige Zahl an Influenza-, COVID-19- und RSV-Fällen übermittelt.
Die Influenza-Viruslast, die SARS-CoV-2- und die RSV-Last im Abwasser blieben niedrig.
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