Wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit in Deutschland in den Jahren 2014/2015 und 2024
Beese, Florian
Müters, Stephan
Kuhnert, Ronny
Dragano, Nico
Hoebel, Jens
Hintergrund: Erwerbsarbeit kann die Gesundheit von Beschäftigten erheblich beeinflussen. Dieser Beitrag beschreibt die wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit in Deutschland.
Methode: Analysiert wurden Daten von Voll- und Teilzeiterwerbstätigen im Alter von 18 bis 64 Jahren aus den Studien GEDA 2014/2015-EHIS (6.782 Frauen, 6.170 Männer) und dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 (10.634 Frauen, 8.907 Männer). Die wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit wurde durch eine vierstufige Likert-Skala erfasst und altersstandardisiert nach Geschlecht und Qualifikationsniveau ausgewertet.
Ergebnisse: Etwa ein Viertel der Erwerbstätigen berichtet in beiden Erhebungszeiträumen eine starke oder sehr starke Gesundheitsgefährdung durch ihre Erwerbsarbeit. Bei Frauen lag die Prävalenz in 2024 höher als etwa zehn Jahre zuvor. Die höchsten Prävalenzen zeigen sich bei Männern mit niedrigem Qualifikationsniveau.
Schlussfolgerung: Arbeitsbedingungen bleiben zentrale Ansatzpunkte für Prävention und Gesundheitsförderung – auch mit Blick auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit.
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