ARE-Wochenbericht des RKI KW06
Aktuel les zu akuten respi rator ischen Erkrankungen 6. Kalenderwoche (2.2. bis 8.2.2026)
Robert Koch-Institut
Das ARE-Geschehen wird weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt, die Grippewelle hält weiter an. Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zu einer hohen Zahl an akuten Atemwegserkrankungen, die Zahl der Arztbesuche sowie die Zahl der Hospitalisierungen blieb jedoch in den letzten Wochen unter den Werten aus der Vorsaison um diese Zeit. Seit Beginn der Grippewelle in der 48. KW 2025 werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener Influenza A(H1N1)pdm09-Viren. Die RSV-Aktivität nimmt weiter zu.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 6. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben und lag auf einem für die Jahreszeit üblichen hohen Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 6. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls stabil geblieben und befand sich ebenfalls auf einem hohen Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 6. KW 2026 in insgesamt 120 der 138 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A-Viren (57 %), mit deutlichem Abstand gefolgt von humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 20 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 13 %). SARS-CoV-2 wurde in 1 % der Proben nachgewiesen. Von den 78 nachgewiesenen Influenzaviren waren 54 A(H3N2)- und 23 A(H1N1)pdm09-Viren sowie ein nicht typisierter Influenza A-Virus (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren). Untersuchungen des Konsiliarlabors für RSV, hMPV und PIV zeigen, dass RSV-Infektionen zu ähnlichen Anteilen durch RSV A und RSV B (RSV A: 48 %, RSV B: 52 % bei 0- bis 4-Jährigen) hervorgerufen werden.
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 6. KW leicht zurück und lag weiter auf einem moderaten Niveau. Unter Berücksichtigung von erwarteten weiteren SARI-Diagnosen wird mittels Nowcasting für die 6. KW eine SARI-Inzidenz auf hohem Niveau geschätzt. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 40 % Influenza-, 9 % RSV- und 1 % COVID-19-Diagnosen.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 6. KW 2026 in zwölf der 27 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A-Viren (26 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten RSV-Fälle ist in der 6. Meldewoche (MW) weiter gestiegen. Dagegen sind die Zahlen der Influenza-Fälle und der COVID-19-Fälle gesunken.
Die SARS-CoV-2-Linie NB.1.8.1 wurde in der 4. KW 2026 mit einem Anteil von 69 %, die Linie XFG mit einem Anteil von 21 % unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Die Werte für die Influenza A-Viruslast und die RSV-Last im Abwasser sind gestiegen. Dagegen ist die SARS-CoV-2-Last seit einigen Wochen im niedrigen Bereich stabil.
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