Subjektive Schlafqualität im Zusammenhang mit psychosozialen Ressourcen und Belastungen – Eine explorative Datenanalyse des NRW-Gesundheitssurveys 2024
Kozica, Daria
Viehmann, Anja
Weidtmann, Jonas
Bormann, Brigitte
Hintergrund: Bisher konnten zahlreiche Einflussfaktoren auf die Schlafqualität und die Schlafdauer identifiziert werden, dazu gehören auch körperliche und psychische Erkrankungen. Es besteht jedoch ein dringender Bedarf an effektiven Ansätzen, die der steigenden Prävalenz von schlechter Schlafqualität entgegenwirken können.
Methode: Im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung (NRW-Gesundheitssurvey 2024) wurden Daten von 2.002 Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen zur Schlafqualität, zum Gesundheitszustand, zum Suchtmittelkonsum sowie zu individuellen Ressourcen und Belastungen erhoben.
Ergebnisse: Eine schlechte Schlafqualität betraf 36,9 % der Teilnehmenden. Im logistischen Modell lagen u. a. positive Assoziationen zwischen einer subjektiv schlechten Schlafqualität mit dem weiblichen Geschlecht, einer Depression/
depressiven Verstimmung und einer erhöhten Einsamkeitsbelastung vor. Autonomie- und Kompetenzerleben scheinen als Ressourcen zu wirken.
Schlussfolgerungen: Enge Assoziationen zwischen einer schlechten Schlafqualität und Depressionen sowie psychosozialen Ressourcen und Belastungen zeigen, dass die psychische Gesundheit eine Schlüsselrolle bei der Aufklärung der Ursachen schlechter Schlafqualität spielt. Auch mögliche Wechselwirkungen sollten bedacht werden. Insbesondere die Stärkung psychosozialer Ressourcen sollte auf allen Ebenen der Prävention stärker in den Blick genommen werden.
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