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2026-09-30Zeitschriftenartikel DOI: 10.25646/14316
Sozioökonomische Unterschiede bei der Rückkehr ins Erwerbsleben nach onkologischer Rehabilitation – Analyse mit Daten der Deutschen Rentenversicherung
Nowossadeck, Enno
Tetzlaff, Fabian
Tetzlaff, Juliane
Barnes, Benjamin
Hoebel, Jens
Hintergrund: Wenn Erwerbstätige nach einer Krebsbehandlung nicht ins Erwerbsleben zurückkehren können, gehören der Verlust von Einkommen und sozialen Kontakten zu den prekären Folgen der Erkrankung. Der Beitrag untersucht, ob Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Gruppen nach einer onkologischen Rehabilitation weniger häufig ins Erwerbsleben zurückkehren als Menschen aus bessergestellten Gruppen. Methode: Datenbasis ist das Scientific Use File „Abgeschlossene Rehabilitation im Versicherungsverlauf“ der Deutschen Rentenversicherung 2014 – 2021. Als sozioökonomische Merkmale wurden formaler Bildungsabschluss, berufliches Anforderungsniveau sowie Einkommen vor Beginn der Rehabilitation betrachtet. Erfolgreich ins Erwerbsleben zurückgekehrt ist, wer 24 Monate nach Rehabilitation mit mind. 50 % der wöchentlichen Arbeitszeit erwerbstätig ist. Es wurden nach Geschlecht stratifizierte Cox-Proportional-Hazard-Regressionsmodelle berechnet. Ergebnisse: Zwei Jahre nach Rehabilitation gingen 67,2 % der krebskranken Menschen (Frauen 70,0 %, Männer 63,4 %) einer Erwerbstätigkeit nach. Insbesondere Menschen mit niedrigerem Einkommen kehrten weniger häufig ins Erwerbsleben zurück als Menschen mit höherem Einkommen, auch nach Kontrolle für Drittvariablen wie Alter und Wohnregion. Schlussfolgerungen: In Bezug auf die Rückkehr in das Erwerbsleben nach Ende einer onkologischen Rehabilitation besteht eine sozioökonomische Ungleichheit, vor allem zulasten von Menschen aus niedrigen Einkommensgruppen.
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10.25646/14316
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https://doi.org/10.25646/14316
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