Stigma- und diskriminierungsfreie Sprache in der Tuberkuloseprävention und -versorgung - words matter
Hauer, Barbara
Otto-Knapp, Ralf
Knipper, Michael
Bozorgmehr, Kayvan
Breuer, Cornelia
Priwitzer, Martin
Deli, Musa
Pohl-Shirazi, Mehrnaz
Rivera, Kristina
Shenouda, Kerollous
Häcker, Brit
Drei von vier Personen, bei denen in Deutschland eine Tuberkulose diagnostiziert wird, sind in einem anderen Land geboren. Um Migrantinnen und Migranten eine gute medizinische Versorgung bieten zu können und effektive Prävention zu ermöglichen, ist es wichtig, dass Beratende und Behandelnde neben fundierten Fachkenntnissen auch ein Verständnis für kulturelle Unterschiede und die konkreten Lebensverhältnisse der Betroffenen haben. Eine zugewandte, freundliche und insbesondere auch stigma- und diskriminierungsvermeidende Haltung und Ansprache sind von zentraler Bedeutung. Die Vermeidung von angstauslösenden Begriffen wie „Risikogruppe“, „Überwachung“, „Therapieversager“ oder „Kontaktpersonennachverfolgung“ kann hier den entscheidenden Unterschied machen. Stigma- and discrimination-free language in tuberculosis prevention and care – words matter
Three out of four people diagnosed with tuberculosis in Germany were born in another country. In order to provide migrants with good medical care and enable effective prevention, it is important that counselors and healthcare professionals not only have in-depth specialist knowledge about tuberculosis, but also an understanding of cultural differences and the specific living conditions of those affected. A caring, friendly, and, above all, stigma- and discrimination-free attitude and approach are of central importance. Avoiding fear-inducing terms such as “risk group,” “surveillance,” “treatment failure,” or “contact tracing” can make a crucial difference.
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