Welche Bevölkerungsgruppen schlafen eher zu wenig? Ergebnisse der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2023)
Kaufholdová, Natali
Richter, Almut
Saß, Anke-Christine
Schienkiewitz, Anja
Hintergrund: Eine kurze Schlafdauer ist mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko assoziiert.
Methode: Die Daten basieren auf einer deutschlandweiten, repräsentativen, telefonischen Befragung von Erwachsenen im Rahmen des Gesundheitsmonitorings (GEDA). Eine Schlafdauer von weniger als sieben Stunden (innerhalb der letzten 4 Wochen) wird als „kurz“ operationalisiert.
Ergebnisse: Eine kurze Schlafdauer zeigt sich an Wochentagen bei 39,6 % der erwachsenen Bevölkerung. Männer weisen häufiger als Frauen eine kurze Schlafdauer auf, insbesondere Männer im Alter von 45 bis 64 Jahren (53,0 %). Am Wochenende ist der Anteil deutlich geringer, insbesondere unter den 18- bis 29-Jährigen. Bei 65-Jährigen und Älteren zeigen sich dagegen kaum Unterschiede zwischen Wochentagen und dem Wochenende.
Schlussfolgerungen: Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung zeigt kurze Schlafzeiten, was die hohe Public-Health-Relevanz des Themas unterstreicht. Individuelle und gesellschaftliche Präventionsmaßnahmen sind erforderlich, um ein gesundes Schlafverhalten in der Bevölkerung zu fördern.

