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2026-09Studienarbeit
Entwicklung von Endpunktalgorithmen anhand von Krankenkassendaten
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS GmbH
Mit § 25b SGB V liegt eine rechtliche Grundlage vor, die es erlaubt, individuelle Gesundheitsrisiken mittels Krankenkassendaten abzuschätzen und Versicherte auf die Ergebnisse hinzuweisen. Dabei sind Krebserkrankungen als möglicher Anwendungsfall explizit erwähnt. Das übergeordnete Ziel des Innovationsfonds-Projekts "OMEN" ist es zu prüfen, ob sich Krebserkrankungen tatsächlich als Anwendungsfall eignen und sich daraus ein Potenzial zur Verbesserung der Krebsprävention und -früherkennung durch gezielte Information von Risikogruppen ergibt. Dabei wird zunächst ein Fokus auf besonders häufige bzw. letale oder für die Früherkennung relevante Krebserkrankungen gelegt (Lungen-, Darm-, Brust-, Prostata-, Pankreas-, Gebärmutterhalskrebs). Grundlegend für das Projekt ist die valide Abbildung von Endpunkten in Krankenkassendaten. Das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiolgie arbeitet an der Entwicklung von Algorithmen um inzidente Krebspatient:innen in Krankenkassendaten zu identifizieren. Dabei hat sich die indirekte Validierung von Endpuntalgorithmen bewährt: Anhand der entwickelten Algorithmen werden basierend auf Kassendaten altersstratifizierte und altersstandardisierte Inzidenzen ermittelt und mit den Inzidenzen anhand der bundesweiten Krebsregisterdaten (ZfKD-Daten) verglichen (zusätzlich stratifiziert nach Geschlecht wenn notwendig bzw. sinnvoll). Auch die Plausibilität weiterer relevanter Faktoren (Stadieneinteilung, Tumorlokalisation, Mortalität und Überleben) kann durch den Abgleich von Kassen- vs. ZfKD-Daten abgeschätzt werden. Für einige Endpunkte (z.B. Darm- und Lungenkrebsinzidenz) wurde das Vorgehen bereits pilotiert (Oppelt et al. 2019, Schwarz et al. 2023, Kanbach et al. 2025). Hier werden die Algorithmen im Rahmen von OMEN weiterentwickelt.
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