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2026-11Studienarbeit
Schätzung epidemiologischer Eingangsparameter für das deutsche Mikrosimulationsmodell IMPACT-NCD
dc.contributor.authorProfessur für Public Health und Prävention, Technische Universität München School of Medicine and Health
dc.date.accessioned2026-11-06T08:05:24Z
dc.date.available2026-11-06T08:05:24Z
dc.date.issued2026-11none
dc.identifier.urihttp://edoc.rki.de/176904/14060
dc.description.abstractNichtübertragbare Krankheiten (NCDs), insbesondere Krebserkrankungen, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sind die Hauptursachen für Morbidität (Erkrankungshäufigkeit) und Mortalität (Sterblichkeit) in Deutschland. Ungesunde Verhaltensweisen wie Rauchen, eine ungesunde Ernährung sowie körperliche Inaktivität spielen eine wichtige Rolle in der Ätiologie dieser Krankheiten, da sie zu Adipositas, Bluthochdruck, Hyperglykämie und Dyslipidämie führen können. Diese Faktoren beeinträchtigen die gesundheitsbezogene Lebensqualität und weisen zudem ein Muster entlang eines sozialen Gradienten auf, was zu erheblichen gesundheitlichen Ungleichheiten führt. Neben der gesundheitlichen Belastung stellen NCDs durch eine erhöhte Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, Behandlungskosten, Frühverrentung und vorzeitige Sterblichkeit auch eine erhebliche Belastung für die Wirtschaft und die sozialen Sicherungssysteme dar. Dies gilt insbesondere für Deutschland, wo im Jahr 2035 ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein wird. Der aktuelle Forschungsstand zeigt, dass sowohl individuelle verhaltensbezogene/pharmazeutische Präventionsmaßnahmen als auch strukturelle Maßnahmen (Verhältnisprävention) das Potenzial haben, die durch NCDs verursachte Krankheitslast zu verringern. In Deutschland lag der Fokus bislang vor allem auf Verhaltensprävention und pharmakologischen Maßnahmen, während empfohlene evidenzbasierte verhältnispräventive Maßnahmen in den Bereichen Ernährung sowie Tabak- oder Alkoholkontrolle bisher nicht umfassend umgesetzt wurden. Forschung zu den potenziellen langfristigen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen solcher Präventionsmaßnahmen ist daher notwendig, um Entscheidungsträgern handlungsrelevante Evidenz zu liefern und verschiedene Ansätze zur NCD-Prävention miteinander zu vergleichen. Die Erstellung solcher Evidenzen ist jedoch methodisch anspruchsvoll. Mit modernen Simulationsmethoden können die Wirksamkeit und Kosteneffizienz solcher Interventionen über lange Zeiträume evaluiert und gleichzeitig ihre Auswirkungen auf gesundheitliche Ungleichheiten bewertet werden. Insbesondere Simulationsmodelle auf individueller Ebene (Mikrosimulationen) erfordern eine Vielzahl unterschiedlicher Datenquellen und müssen mit Parametern, einschließlich epidemiologischer Daten für NCDs, befüllt werden. In diesem Projekt planen wir, national repräsentative Krebsregisterdaten zu nutzen, um zentrale epidemiologische Eingangsparameter eines hochmodernen deutschen Mikrosimulationsmodells (IMPACTNCD Germany) zu aktualisieren und zu erweitern. Wir haben IMPACTNCD Germany in einem früheren Projekt entwickelt, wo es eingesetzt wurde, um die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer Besteuerung von zuckergesüßten Getränken in Deutschland zu simulieren.ger
dc.language.isogernone
dc.publisherRobert Koch-Institut
dc.subject.ddc610 Medizin und Gesundheitnone
dc.titleSchätzung epidemiologischer Eingangsparameter für das deutsche Mikrosimulationsmodell IMPACT-NCDnone
dc.typeStudyThesis
dc.identifier.urnurn:nbn:de:0257-176904/14060-0
local.edoc.type-nameStudienarbeit

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