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2026-03Studienarbeit DOI: 10.25646/14072
Behandlungsrealität des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms in Deutschland: Eine populationsbasierte Analyse auf Grundlage von Krebsregisterdaten
Institut für Pharmakoökonomie und Arzneimittellogistik e.V. Wismar (IPAM)
Das Harnblasenkarzinom stellt weltweit eine erhebliche gesundheitliche und ökonomische Belastung dar. Zentrale Risikofaktoren sind Rauchen und berufsbedingte Expositionen; weitere mögliche Einflüsse umfassen Ernährung, Mikrobiom, genetisch-exogene Interaktionen, Dieselabgase und frühere Beckenbestrahlung. Während die Inzidenz global überwiegend rückläufig ist, zeigt Europa eine gegenläufige Entwicklung mit steigenden Erkrankungsraten bei Männern und Frauen. In Deutschland nahm die altersstandardisierte Inzidenz 2018 insbesondere bei Frauen weiter zu. Etwa 75 % der Tumoren werden initial als nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom (NMIBC) diagnostiziert, das klinisch heterogen ist und ein variables Risiko für Rezidiv und Progression zum muskelinvasiven Harnblasenkarzinom (MIBC) aufweist. Das MIBC ist mit einer deutlich schlechteren Prognose, höherem Metastasierungsrisiko und erhöhter Mortalität verbunden. Die Therapie des MIBC hat sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt, wobei ältere Patient:innen mit häufigen Komorbiditäten eine Herausforderung für die Übertragbarkeit von Studiendaten in die klinische Praxis darstellen. Etablierte Therapieoptionen sind die radikale Zystektomie mit perioperativer Systemtherapie sowie die trimodale Therapie. Standard für cisplatin-geeignete Patient:innen mit nicht-metastasiertem MIBC ist eine cisplatinbasierte neoadjuvante Chemotherapie gefolgt von radikaler Zystektomie. Ergänzend haben Immuncheckpoint-Inhibitoren Einzug in die perioperative Therapie gehalten: Nivolumab ist adjuvant bei ausgewählten Hochrisikopatient:innen zugelassen, und Durvalumab kann seit 2025 perioperativ unabhängig vom PD-L1-Status eingesetzt werden. Da jedoch 50–60 % der Patient:innen als cisplatin-ungeeignet gelten und die neoadjuvante Chemotherapie auch bei geeigneten Patient:innen nur begrenzt angewendet wird, bleibt ein großer Anteil ohne neoadjuvante Systemtherapie. Gleichzeitig führt die rasche Weiterentwicklung immunonkologischer Ansätze zu einer Erweiterung, aber auch zu einer zunehmenden Komplexität der Therapieentscheidungen im klinischen Alltag. Vor diesem Hintergrund ist eine umfassende Beschreibung der aktuellen Behandlungsrealität von besonderer Relevanz. Insbesondere fehlen für Deutschland populationsbasierte Analysen, die den Einsatz unterschiedlicher Therapieansätze beim MIBC, einschließlich neoadjuvanter Systemtherapie, alleiniger Operation und weiterer multimodaler Konzepte, systematisch abbilden und mit klinischen Outcomes in Beziehung setzen. Darüber hinaus ist eine detaillierte Charakterisierung der Patient:innenpopulationen innerhalb der jeweiligen Therapiegruppen erforderlich, um potenzielle Selektionsmechanismen, Unterschiede im Risikoprofil sowie deren Einfluss auf die beobachteten Outcomes besser zu verstehen. Primäres Ziel der Studie ist die Beschreibung der Real-World-Behandlungsmuster bei Patient:innen mit MIBC in Deutschland. Hierzu zählen insbesondere die Verteilung und Sequenzierung der eingesetzten Therapieansätze, einschließlich der Häufigkeit neoadjuvanter Systemtherapie, primärer operativer Behandlungen sowie weiterer multimodaler Therapiekonzepte im Versorgungsalltag. Die sekundären Ziele der Studie umfassen: 1. Beschreibung und Vergleich von Patient:innen-, Tumor- und Behandlungscharakteristika bei Patient:innen mit neoadjuvanter Systemtherapie und ohne neoadjuvante Systemtherapie (unterteilt in Patient:innen mit adjuvanter Systemtherapie und Patient:innen ohne jedwede perioperative Systemtherapie), zur Identifikation potenzieller Unterschiede im klinischen Profil und möglicher Selektionsmechanismen. 2. Vergleich klinischer Outcomes zwischen den unterschiedlichen Behandlungsstrategien, insbesondere im Hinblick auf das Gesamtüberleben; weitere Endpunkte (i.e., progressionsfreies Überleben) werden explorativ analysiert, sofern diese in den Krebsregisterdaten valide verfügbar sind.
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10.25646/14072
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