Wahrgenommener Stress und Coping bei Erwachsenen in Deutschland: Ergebnisse aus dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024
Kersjes, Christina
Peitz, Diana
Birgel, Vera
Wachtler, Benjamin
Cohrdes, Caroline
Hintergrund: Stress und Coping sind zentrale Determinanten der psychischen
Gesundheit, jedoch liegen für Deutschland kaum repräsentative Daten vor. Diese
Studie liefert bevölkerungsbezogene Ergebnisse zur Häufigkeit von Stress, Coping
und deren Zusammenhang.
Methode: Datengrundlage war die repräsentative Studienreihe „Gesundheit in
Deutschland“ des Robert Koch-Instituts (Welle 2024; n = 27.102, 51,1 % Frauen,
18 – 99 Jahre). Es erfolgten deskriptive Analysen von Stress (Perceived Stress Scale;
PSS-10) und Coping (Short Adult Coping Scale; SACS-16) nach Geschlecht, Alter
und Bildung sowie Regressionsanalysen zu deren Zusammenhängen.
Ergebnisse: Etwa 20 % der Befragten wiesen eine erhöhte Stressbelastung auf, insbesondere
Frauen, Personen im erwerbsfähigen Alter und Personen mit niedrigen
und mittleren formalen Bildungsabschlüssen. Problemlösen, Proaktives Coping und
Coping-Flexibilität waren mit geringerem, Verdrängung und Wunschdenken mit höherem
Stresserleben assoziiert. Unterschiede in Copingstrategien zeigten sich vor
allem nach Altersgruppen.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse unterstreichen die Public-Health-Relevanz von
Stress und weisen auf mögliche Ansatzpunkte für Präventionsmaßnahmen durch
die Förderung geeigneter und zielgruppenspezifischer Copingstrategien hin.
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