Unfälle am Arbeitsplatz bei Erwerbstätigen in Deutschland – Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024
Rommel, Alexander
Kuhnert, Ronny
Saß, Anke-Christine
Hintergrund: Unfälle am Arbeitsplatz können Verletzungen, gesundheitliche Versorgung,
Arbeitsunfähigkeit und langfristige Folgen nach sich ziehen. Bevölkerungsbefragungen
ergänzen die Statistik zu meldepflichtigen Arbeitsunfällen, u. a. indem
auch leichtere Unfälle am Arbeitsplatz miterfasst werden.
Methode: Ausgewertet wurde das Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024. Eingeschränkt
auf den letzten medizinisch versorgten Unfall beschreibt der Indikator
das Vorliegen eines Unfalls am Arbeitsplatz in der erwerbstätigen Bevölkerung
zwischen 18 und 70 Jahren.
Ergebnisse: Bezogen auf den letzten Unfall erleiden 2,4 % der erwerbstätigen Personen
innerhalb von 12 Monaten einen Unfall am Arbeitsplatz. Männer sind stärker
betroffen als Frauen. Unfälle am Arbeitsplatz sind häufiger bei jungen Männern
und Männern mit niedriger Bildung.
Schlussfolgerungen: Bevölkerungsbefragungen enthalten auch leichte unfallbedingte
Verletzungen und können wichtige Ansatzpunkte für die Unfallprävention
aufzeigen. Die Vermeidung von Unfällen am Arbeitsplatz sollte v. a. in Berufen ansetzen,
die häufig von jüngeren Männern und sozioökonomisch schlechter gestellten
Personen ausgeübt werden, z. B. in manuellen und einfachen Dienstleistungsberufen.
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